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rechtlicher Weitblick über Hannover

September 2020

So einen kurzen Anreiseweg hatten wir noch nie: Vom Studio aus mussten wir nur kurz an der Ihme entlanggehen. Dort hatte uns eine Wohnungseigentümerin des Ihme-Zentrums ihre Balkone mit Blick über Hannover für das Shooting mit einem Anwaltspaar zur Verfügung gestellt. Wegen der Höhenangst aller Beteiligten, mussten wir unseren ganzen Mut zusammennehmen, um mit dem Fahrstuhl in den siebten Stock des Gebäudes zu fahren. Allerdings war der Fahrstuhl winzig, was sich mit dem ganzen Equipment nicht so einfach gestaltete. Daniel – groß bepackt mit Stahlstativ, Sandsäcken, Licht und seinem Fotokoffer – kam nur mit Mühe und Not oben an.

Dort wurden wir sehr herzlich von der „Dame des Hauses“ in Empfang genommen. Sie ist Fotografin im Ruhestand und verwickelte Daniel natürlich zwischendurch in Fachgespräche. Beim Shooting ließ sie ihn aber in Ruhe, sodass er sich voll und ganz auf seine „Modelle“ konzentrieren konnte.

Als erstes verschafften wir uns einen Überblick und prüften die drei Dachterrassen, um den besten Blick über die Dächer Hannovers einzufangen. Dabei fielen uns Katzen in der Wohnung auf, die sich allerdings nicht auf den Terrassen aufhalten sollten. Kurzerhand wurden sie sicher in einem Séparée platziert und wir brauchten keine Angst mehr zu haben, dass sie auf den Balkonmauern balancieren würden. Wir entschieden uns für die kleinste Terrasse und bauten das Set im Wohnzimmer mit Blick auf den Balkon auf, wo die „Modelle“ standen.

Nach den Einzel-Portraits wagten wir uns dann eine Etage höher: Mit wackligen Knien erklommen wir über eine Leiter das Dach, auf dem wir einen noch weiteren Blick hatten und die beiden Anwälte gut in Szene gestellt werden konnte. Schwankende Lichtverhältnisse erforderten schnelle Anpassungen von Zeit, Blende und Blitzintensität. Als das Licht dann richtig gut war, fehlte uns allerdings der Anwalt, der wegen seiner Arbeit kurzzeitig verhindert war (er musste für den Einspruchswunsch eines Mandanten kurz telefonieren).

Glücklicherweise blies uns der Wind nicht allzu stark um die Ohren und das tolle Ergebnis war die ausgestandene Angst wert. Zufrieden verstauten wir das Equipment und verließen – inzwischen sehr hungrig geworden – die Location.

Assistenz Josephine Tepperwien

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