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Mit fünf Euro sind alle dabei!

September 2018

In Sandra H’s kleiner Wohnung im Ihmezentrum tummeln sich mehr Menschen als je zuvor zeitgleich hier gewesen sind. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Mit zwei Sandras und zwei Lisas am Set müssen wir die Eindeutigkeit der Ansprachen deutlich erhöhen. Wir warten auf den Untergang der Sonne und präparieren alle Requisiten. Es werden Yes-Törtchen von der Verpackung befreit, Mini-Gugelhupfe mit Kerzen und Wunderkerzen besteckt, ein Feuerzeug bereit gelegt. In der Küche brodelt Sandra H. Nudeln für‘s erste Motiv auf dem Herd und im Bad werden detaillierte Anweisungen zu Klamotten-Auswahl und Haarstyling mit den Modellen besprochen.

Das DMF-Team, bestehend aus Daniel, Sandra und Lisa, stellt Lampen auf und richtet diese ein. Wir machen Stellproben für die Modelle und warten auf den einen Moment: den Untergang der Sonne. Denn wie könnte man besser portable Akkulampen „outdoor“ fotografieren, als in der blauen Stunde?

Der erwartete Moment kommt, ab hier geht alles sehr schnell. Daniels Konzentrierung steigt auf 100 Prozent. Nun geht es um‘s Modelle dirigieren, Daten sichern und sichten, Feedback des Kunden umsetzen, weiter dirigieren, auf etliche Kleinigkeiten achten. Wichtig für ihn: die Technik im Blick behalten, die Modelle „bei Laune halten“ und anweisen … alles andere muss er ausblenden, nur noch für diesen Moment und diese Motive funktionieren.

Vor der Kamera werden die frischen Nudeln gegessen, ein Geburtstagkuchen samt Ständchen überreicht, Selfies mit leuchtender Stadt im Hintergrund gemacht und den leisen Klängen der Gitarre gelauscht. Wie im Flug ist die Dunkelheit gekommen und Daniel pfeift den Schlusspfiff.

Nach zwei Tagen Pause steigt schon das nächste Shooting. Wir finden unsere Location im Georgengarten. Die Wetterlage soll zumindest in den Abendstunden mitspielen – das reicht. Die Vorbereitungen laufen ähnlich wie vorgestern, wir präparieren nur andere Requisiten für andere Situationen. Ein weißer Gartentisch mit allerhand leckeren Speisen steht bereit, zwei Fahrräder warten auf unsere Modelle, die Picknickdecke samt Schachspiel ist vorbereitet. Nachdem Daniel im nahe gelegenen „Café Steintormasch“ einen Fünfer gelassen hat, dürfen wir dort für den Rest des Abends unendlich oft das Klo benutzen – sehr praktisch.

An diesem eher bewölkten Tag fällt der Startschuss etwas eher. Die Teammitglieder wuseln umher und unterstützen Daniel bestmöglich bei den Aufnahmen. Unsere Modelle trotzen tapfer der Kälte und füttern sich gegenseitig mit Oliven und Käse. Neugierige Passanten entdecken den lecker gedeckten Tisch und fragen neugierig nach „was wir denn hier treiben“.

Mit Eintreffen der Dunkelheit ist auch an diesem Abend Schluss und in lockerer, entspannter und glücklicher Stimmung gehen wir auseinander.

Ein großer Dank geht wieder mal an Barbara für die wundervollen Accessoires aus Ihrer privaten Requisiten-Schatzkammer.

Assistenzen Sandra Fricke, Lisa Walckenhorst